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Artikel1 GG (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

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Chronologie eines Hartz IV Falles!Es ist Mittwoch der 17. Februar 2010. Um ca. 9°° Uhr erreicht mich ein Anruf aus Petershagen (NRW). Eine Frau hat unsere Internetseite aufgesucht und bitte um Hilfe. Ihr Mann habe sich nach anderthalb Jahren bei ihr gemeldet, er sei obdachlos und brauche Hilfe. Sie habe bereits mit einem Vermieter Kontakt aufgenommen, der eine 1 Raum Wohnung vermietet. Sie brauche jetzt eine schnelle Entscheidung des Jobcenters. Ich begebe mich zur Leitung des Jobcenters. Es ist 10.30 Uhr. Hindernis am Anfang – der Mann ist nicht gemeldet. Nach einigen Suchen wird er dann doch gefunden. Aber um eine Wohnung zu bekommen müsse er erstmal Leistung beantragen. Diese Nachricht gebe ich nach NRW.Donnerstag 18 Februar 9°° Uhr. Treffen mit dem Ehepaar. Nach kurzem Gespräch begeben wir uns in die Leistungsabteilung der Frankfurter ARGE. Es gibt ein Problem, der Mann sei nie im Jobcenter gemeldet – ich mache den Einwand – er sei im Jahre 2008 kurz gemeldet gewesen – und siehe da, seine Akte wird gefunden. Nun geht es als erstes um eine Wohnungszusage. Die Leistungsabteilung verspricht ein beschleunigtes Verfahren, die Entscheidung könne sich aber bis Montag ( 22.02.)hinziehen. Mein Einwand, dass dieser Termin für die Wohnungsvergabe zu spät sei, da es noch weitere Interessenten für diese Wohnung gebe, wurde zur Kenntnis genommen. Wir verlassen das Jobcenter um 12°° und reden über die weitere Vorgehensweise. Zufall oder schicksalhafte Wendung? Völlig unerwartet treffen wir auf den Leiter des Jobcenters. Die Ehefrau schildert nochmals den Fall. Er versprach, sich der Problematik anzunehmen. 12.30 Uhr Heute sollte es wohl keine Lösung mehr geben und als wir uns gerade verabschieden wollten, klingelte das Telefon. Es war der Leiter des Jobcenter, die Nachricht war kurz, die Wohnung sei genehmigt. Damit war der erste Schritt getan.Freitag der 19. Februar- 8.15 Uhr. Ich treffe mich vor dem Jobcenter mit dem Mann. Er soll sich nun täglich beim Jobcenter melden. Er bekommt einen Termin für den 21.Februar 2010 um den Antrag für Hartz IV zu bekommen. Er bekommt kein Geld- auch nicht das Tagesgeld für Obdachlose – was ihm eigentlich zusteht.Montag den 22. Februar 2010. Wir treffen uns um 8.30 Uhr vor dem Jobcenter. Er bekommt den Antrag auf Hartz IV mit Abgabetermin 4. März 2010. Wieder kein Geld bekommen.Diensttag 23. Februar. Tägliche Meldung beim Jobcenter. Um Geld zu bekommen, müsse er erstmal mit seinen persönlichen Ansprechpartner reden. Dieser Termin - Donnerstag.Donnerstag der 25. Februar 2010. 10.°° Uhr. Treffpunkt- Leistungsabteilung. Der Hinweis, er benötige dringend Geld, wurde mit Hinweis auf den noch nicht gestellten Hartz IV Antrag zurück gewiesen.14°°Uhr Termin in der Leistungsabteilung. Er gibt den Hartz IV Antrag ab und es wird eine schnelle Bearbeitung versprochen.Aber immer noch kein Geld.14.45UhrGespräch mit den persönlichen Ansprechpartner. Im Computer findet sich sein gesamter beruflicher Werdegang und all seine Qualifikationen. Auf den Hinweis, dass er zum Überleben Geld benötigt, gibt es nach kurzer Diskussion ein Ergebnis.Es ergeht die Anweisung,für die 5 Tage die er bereits beim Jobcenter gemeldet sei, wird der Betrag sofort ausgezahlt.15.30 Uhr Leistungsabteilung. Der Hartz IV Antrag wird wieder zurück gegeben. Er wird aufgefordert sich in die Wartezone im 1.Stock zu begeben, Hier erfolge dann eine Weiterbearbeitung seines Antrages.17.00Uhr. Der Antrag wird entgegen genommen und eine schnelle Bearbeitung zugesagt. Bargeld könne jedoch nicht ausgezahlt werden. In mir beginnt es zu kochen, ich spreche zum ersten mal von „Verarschung“. Es kam die lapidare Antwort; Eine Barauszahlung könne nur ein Teamleiter leisten und leider sei keiner mehr im Haus. Bingo! Nach kurzer Diskussion sollte nun mehr am Freitag Geld aus gezahlt werden.Freitag 26 Februar 2010-11.35 UhrEndlich der erlösende Anruf, der Betrag wurde ausgezahlt. Weiterhin wird die Meldefrist von täglich auf wöchentlich verändert.Joachim WawrzyniakFebruar 2010Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo

Ostermarsch in Frankfurt - auch gegen soziale Kälte in Deutschland